Freiwillige Feuerwehr Seyring

Heißausbildung ERHA-TEC

Vom 10. bis 12. August 2017 machten sich die Kameraden Thomas Boyer, Andreas Hammerbacher, Hubert Klamecker, Markus Samer und Martin Windisch auf den Weg nach Deutschland, um eine Ausbildung in der dortigen Rauchdurchzündungsanlage zu absolvieren.

Am Donnerstagnachmittag ging die 6 stündige Reise von Seyring über die Grenze Braunau nach Breithülen, einer kleinen Ortschaft in Baden-Württemberg. Dort wurde in einer Gaststätte Quartier bezogen und alles für den nächsten Tag vorbereitet.

Freitagmorgen hatten wir nach einem ausgiebigen Frühstück Zeit, eine Stadtbesichtigung vorzunehmen, anschließend ging es zum Erha-Tec Gelände.

Mittags begann die theoretische Ausbildung, bei der die verschiedenen Brandphänomene mit deren Begleiterscheinungen ausgiebig betrachtet und diskutiert werden konnten. Im Anschluss daran wurde das Thema Rauchlesen an der sogenannten Flashover-Box demonstriert. Hierbei handelt es sich um einen Holzwürfel, der mit verschiedenen Öffnungen versehen ist und dazu dient, den Brandverlauf in einem Raum im verkleinerten Maßstab darzustellen. Alle Zustände des Brandes bis hin zur Rauchdurchzündung können dabei beobachtet werden. Die Ausbilder waren sehr bemüht, uns so optimale Bedingungen wie möglich zu schaffen und den Lern- und Aha- Effekt so groß wie möglich zu gestalten.

Diesen ersten Eindrücken folgte als letzte Übung des Tages ein Strahlrohrtraining, bei dem Handhabung, Löschtechniken, richtige Türöffnung und der Seitenkriechgang aufgefrischt, bzw. der Flash-Over Reflex erlernt wurde.

Samstag fuhren wir nach dem Frühstück wieder zur Anlage. Dieser Tag beinhaltete reine Praxis in vier aufeinander aufbauenden Durchgängen.

Nach einer kurzen Einweisung, ging es in den Container zum ersten Durchgang. Brandverlauf und Rauchgasentwicklung, Wärmegewöhnung inklusive. Hier konnten auch die Grenzen der persönlichen Schutzausrüstung der Teilnehmer ausgelotet werden.

Danach konnten Durchgang zwei und drei gestartet werden. Mehrere Durchzündungen hintereinander heizten den Container auf und die Teilnehmer versuchten anschließend mithilfe des Strahlrohres weitere Durchzündungen zu verhindern. Besonderer Wert wurde auf das wassersparende Arbeiten gelegt. Dies verhindert einerseits einen Wasserschaden und reduziert andererseits die Verbrühungsgefahr der Einsatzkräfte im Innenangriff erheblich. 

Der vierte Durchgang beinhaltete einen kompletten Innenangriff im Container, bei dem alle Komponenten des Trainings mitspielten. Richtige Türöffnung, Temperaturcheck, Vorgehen im Seitenkriechgang, Blocken einer Durchzündung und löschen des Brandherdes.

Zum Abschluss ging es nach einer ausgiebigen Dusche zur Nachbesprechung und anschließenden Heimfahrt.

Vielen Dank für diese lehrreichen Tage an die Erha-Tec Mannschaft und die Organisatoren, sowie an die Kameraden der FF-Seyring die ihre Freizeit für diese wichtige Ausbildung zur Verfügung stellten.

 

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